IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

8 Weitere ausgewählte Initiativen und Projekte

8.2 International

BaltSeaPlan (engl.)
Dieses EFRE-geförderte Projekt sollte Ansätze der Meeresraumordnung in den sieben beteiligten Ostseeanrainerstaaten fördern und so die Umsetzung der EU-Meerespolitik, des HELCOM Ostsee-Aktionsplans und der VASAB Gdańsk Erklärung vorantreiben. So wurde 2011 auch eine gemeinsame Vision zur Raumentwicklung in der Ostsee entwickelt. Am 12. Januar 2012 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung dieses Projekts statt.

Coastal Practice Network (CoPraNet) (engl.)
Zu den bislang genehmigten Projekten im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III C gehört auch das Projekt „Coastal Practice Network (CoPraNet)“.
Projektziel ist der Aufbau eines internationalen EU-Netzwerkes von Akteuren im Bereich des Integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM) sowie eine Verbesserung der Informationsbereitstellung und des Informationsflusses über das Internet. Dies soll zum einen durch das Zusammenbringen der Akteure mittels Konferenzen und Workshops erreicht werden. Zum anderen sollen im Internet eine Projektdatenbank und eine Beratungsstelle eingerichtet werden. Inhaltliche Schwerpunkte werden dabei Tourismus und Erosion im Küstenbereich sein. Danach soll IKZM u.a. im Sinne eines intelligenten Netzwerkes die Aktivitäten vertikal (Europa, Bund, Land, Region, lokale Akteure) und horizontal (Ressorts, Regionen, Gebietskörperschaften) miteinander verzahnen und so zu einem verbesserten Informationsfluss, zu effektiverer Zusammenarbeit und einem ganzheitlichen Planungsansatz beitragen.

Coastal Wiki (engl.)
Die englischsprachige Online-Enzyklopädie bietet Informationen zu Küstenthemen nach dem Wikipedia-Prinzip. Sie wurde lanciert im Rahmen des ENCORA Projekts zum Wissenstransfer im Bereich Küste und Küstenmanagement und umfasst über 1800 Einträge (Stand November 2013). Zum Coastal Management gibt es eine eigene Kategorie auf der Startseite.

ENCORA (engl.)
ENCORA (EuropeaN platform for COastal ReseArch) ist eine europäische Plattform mit dem Ziel, das Integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM) in Europa besser zu vernetzen. Als Netzwerk der Netzwerke setzt es sich aus nationalen Küstennetzwerken zusammen und ist in 13 europäischen Staaten präsent. Die Mitglieder der nationalen Küstennetzwerke beteiligen sich an thematischen Netzwerken ihrer Wahl, die sich länderübergreifend verschiedenen Schwerpunkten im Bereich IKZM widmen.

Environmental Conference of the European Regions (ENCORE) - Working Group on Climate Change (engl.)
Hamburg und Schleswig-Holstein als Küstenländer sind an dieser Arbeitsgruppe von deutscher Seite beteiligt. Die Kooperation soll laut Website dazu dienen, Ansätze der Mitigation und Adaption zu diskutieren und best practices auszutauschen.

EUCC (engl.)
Der internationale Verband EUCC (Coastal & Marine Union) wurde 1989 gegründet, um gesunde Meere und schöne Küsten zu erhalten. Gemäß dem Best-Practice-Ansatz werden dafür Politikinhalte entwickelt, Informationen bereitgestellt und Projekte implementiert.

Interreg-Projekt BLAST (Bringing Land and Sea together) (engl.)
In diesem Interreg-Projekt arbeitete das BSH Rostock von 2009 bis 2012 mit 24 internationalen Partnern an der Erweiterung und Harmonisierung der Geoinformations-Datenbasis für die Küstenzone in den Bereichen der Geodäsie, der Klimatologie und der Geographie.

Interreg-Projekt SUSCOD (Sustainable Coastal Development in Practice) (engl.)
Das von 2009 bis 2013 laufende, mit Interreg-Mitteln geförderte Projekt wurde von einer Gruppe internationaler Partner durchgeführt, deutscher Vertreter war die Stadt Nordenham. Das Projekt entwickelte den „ICZM Assistant“: Ein Online-Instrument, mit dem Küstenpraktiker Elemente des IKZM in ihre tägliche Arbeit integrieren und so zu Küstenentwicklung und -schutz beitragen können. Der Assistent enthält ein Quiz zu den IKZM-Grundsätzen, die Möglichkeit zur Online-Vernetzung mit anderen Küstenpraktikern sowie umfangreiche Sammlungen IKZM-relevanter Dokumente, Links und Fallstudien.
SUSCOD veröffentlichte zum Abschluss des Projekts überdies „zehn goldene Tipps“ zum Thema IKZM: Die Erarbeitung verlässlicher Informationsgrundlagen, die enge Zusammenarbeit mit regionalen Küstenpraktikern oder auch die Errichtung von Arbeitsgruppen mit Mitgliedern verschiedener Verwaltungsebenen werden hier als zentral angesehen.

Joint HELCOM-VASAB Maritime Spatial Planning Working Group (engl.)
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Maritimen Raumordnung wurde im Oktober 2010 von der „Helsinki Commission” (HELCOM) und dem „Committee on Spatial Planning and Development of the Baltic Sea Region“ (CSPD/BSR) von „Vision and Strategies around the Baltic Sea” (VASAB) gegründet. Die Arbeitsgruppe soll kohärente Prozesse bei der maritimen Raumplanung im Ostseeraum sicherstellen.
In diesem Rahmen veröffentlichte sie zehn Grundsätze PDF / 108 KBzur maritimen Raumordnung in der Ostseeregion. Unter dem Schlagwort „Kohärente Raumplanung an Land und auf dem Meer“ fordert die Gruppe etwa eine engere Verzahnung von Maritimer Raumordnung und IKZM in allen Ostseestaaten.
Die Abschlusserklärung des HELCOM-Ministertreffens PDF / 257 KBvom 3. Oktober 2013 würdigt ausdrücklich die Arbeit der gemeinsamen Arbeitsgruppe. Darauf aufbauend sollen die Ostseestaaten bis 2020 maritime Raumordnungspläne implementiert haben, die miteinander kohärent sind und auf einem ökosystembasierten Ansatz beruhen.

Partiseapate (engl.)
Die HELCOM-VASAB-Arbeitsgruppe zur Maritimen Raumordnung (s.o.) berät auch das Partiseapate-Projekt bei der Erarbeitung eines MRO-Ansatzes für die Ostseeregion. Maritime Raumordnung erfordert nach Ansicht der Projektverantwortlichen einen ökosystembasierten Ansatz, die Beteiligung der Küsten-Stakeholder und vor allem grenzüberschreitende Aktivitäten. Diese sollen im Rahmen von Partiseapate koordiniert werden. Das Projekt entwickelt und testet anhand von Fallstudien und internationalen Expertendialogen Ideen für einen institutionellen MRO-Rahmen, der wiederum direkten Einfluss auf die Politik nehmen soll. Am Ende soll ein ganzheitliches und grenzüberschreitendes Konzept der Maritimen Raumordnung für die Ostseeregion stehen.

LOICZ (Land-Ocean Interactions in the Coastal Zone) (engl.)
LOICZ ist ein Forschungsprojekt des International Geosphere-Biosphere Programme (IGBP) und des International Human Dimension Programme on Global Environmental Change (IHDP). Das Projekt will auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen das Verständnis unseres Erdsystems verbessern und dabei zu nachhaltiger Küstenentwicklung beitragen. Zu diesem Zweck informiert LOICZ gezielt Wissenschaft, Politik und Stakeholder über die Auswirkungen der globalen Umweltveränderungen auf die Küstengebiete.

PEGASO (engl.)
PEGASO entwickelt einen Küstenmanagement-Ansatz für Mittelmeer und Schwarzes Meer. Das Hauptziel ist die Einrichtung einer zentralen IKZM-Plattform unter Beteiligung von Wissenschaftlern, Anwohnern und politischen Entscheidungsträgern. In diesem Rahmen geht es um die Erhebung und Sammlung harmonisierter Daten, das Ausarbeiten politischer Nachhaltigkeitstrategien und um die kommunikative Aufklärung und Schulung der Bevölkerung zum Thema IKZM. Auch die Erarbeitung eines Indikatorensets zur Messung nachhaltiger Küstenentwicklung sowie die Vernetzung verschiedener Küstenpraktiker zwecks Wissenstransfer strebt PEGASO an.

SPICOSA (engl.)
Das von 2007 bis 2011 geförderte Projekt diente dazu, einen wissenschaftlichen Ansatz zur Bewertung von Politikoptionen im Hinblick auf nachhaltiges Küstenzonenmanagement zu kreieren.

Wadden Sea Forum (engl.)
Die Grundlagen der Entwicklung des Projektes Wadden Sea Forum (WSF) liegen in der trilateralen Wattenmeerkooperation zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. Das Projekt geht zurück auf die Umsetzung des in 1997 in Stade verabschiedeten Wattenmeerplanes PDF / 232 KB und explizit auf die neunte trilaterale Regierungskonferenz 2001 in Esbjerg PDF / 636 KB. Dort wurde beschlossen, Vorschläge zu Szenarien und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeerregion zu erarbeiten und umzusetzen. Diese Ziele sollten im Rahmen eines zeitlich begrenzten Projektes mit einem zu bildenden verantwortlichen und unabhängigen Forum implementiert werden. Das Wadden Sea Forum Projekt (WSF) wird durch das EU Interreg III B Nordsee-Programm kofinanziert. Die Mitglieder des WSF sind Repräsentanten der lokalen und regionalen Benutzergruppen und der lokalen und regionalen Regierungsorganisationen. Das WSF Sekretariat ist eine Kooperation zwischen dem gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS, Leadpartner) und dem Sekretariat der interregionalen Wattenmeer Zusammenarbeit (IRWC).
Ziele des WSF beinhalten integriertes Management und eine nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeerregion. Desweiteren sollen die natürlichen Werte und die Chancen einer nachhaltigen und umweltverträglichen Nutzung der Wattenmeerregion deutlicher bewusst gemacht werden. Im Rahmen dieser Ziele wird auf eine verbesserte Einbeziehung der Bevölkerung und Interessensgruppen hingearbeitet.
Die Aufgaben des WSF umfassen zunächst eine Analyse der gegenwärtigen Nutzungen in der Gesamtregion, auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen im Naturschutz, sowie eine Analyse des Konfliktpotentials der Nutzergruppen untereinander.
Zudem werden Bestandsaufnahmen sowohl zu den Entwicklungsperspektiven in Sozioökonomie und Ökologie, als auch zu konkreten Managementvorschlägen von Langzeitperspektiven durchgeführt. Mit Hilfe dieser Analysen sollen verschiedene Szenarien zur Entwicklung der Wattenmeerregion erarbeitet werden. Die Szenarien enthalten auch sektorübergreifende Perspektiven und integrierende Sichtweisen. Die Arbeit mit Szenarien ist ein wichtiges Instrument, um integrierten Lösungsansätzen in der Weiterentwicklung der Wattenmeerregion im Hinblick auf Wirtschaft, soziales Umfeld, Natur- und Umweltschutz näher zu kommen.
Weiterführende Informationen im Abschlussbericht des Wadden Sea Forums (Oktober 2004) PDF / 355 KB.