IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

4 IKZM in Deutschland

4.1 IKZM-Strategie

Seite 2 der Kurzfassung zur nationalen IKZM-Strategie (Hrsg.: BMU); Quelle Fotos, Konzept: BioConsult Schuchardt & Scholle, Bremen (www.bioconsult.de)Die nationale Strategie orientiert sich an der IKZM-Empfehlung der EU und berücksichtigt zugleich die spezifischen Gegebenheiten und Zielsetzungen in Deutschland. Sie geht davon aus, dass die in Deutschland vorhandenen Planungsinstrumente eine gute Plattform für die Implementation des IKZM bilden. Die nationale Strategie bezieht ausdrücklich diese vorhandenen Instrumente mit ein.

Was will die IKZM-Strategie?

Die Strategie eines „Integrierten Küstenzonenmanagements“ (IKZM) formuliert auf der EU-Empfehlung basierende IKZM-Grundsätze, beschreibt und analysiert die ökologische, wirtschaftliche, soziale und rechtliche Situation im Küstenbereich und formuliert auf dieser Grundlage Schritte, um den IKZM-Prozess und damit die Verwirklichung der IKZM-Grundsätze zu unterstützen.

Wie ist die IKZM-Strategie entstanden?

Die Entstehung ist bereits Teil des IKZM-Prozesses. Sie schließt an umfangreiche (Vor-)Arbeiten verschiedener Beteiligter an, bindet die relevanten Akteure in einem begleitenden Arbeitskreis ein und wurde auf einer Tagung vorgestellt und diskutiert. Dabei sind die unterschiedlichen Sichtweisen verschiedener Akteure und die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation bereits deutlich geworden und haben die Strategie geprägt.

Welche Schritte sieht die IKZM-Strategie vor?

Die Analyse der Situation an der Küste zeigt, dass durch das aktuelle rechtliche Instrumentarium bereits wesentliche Teile der IKZM-Grundsätze realisiert sind. Die IKZM-Strategie regt eine Reihe von weiteren Anpassungen des rechtlichen Steuerungsinstrumentariums an und will den IKZM-Prozess durch die Schaffung der Voraussetzungen zur Fortführung des Dialogprozesses fördern. In Projekten zur Beschreibung der besten Vorgehensweise („best practice“-Projekten) sollen weitere Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen entstehen.

Wer setzt IKZM bzw. die IKZM-Strategie um?

IKZM soll als Leitbild alle relevanten Bereiche durchdringen. Deshalb werden alle Akteure zur unbürokratischen Umsetzung beitragen. Dabei müssen sich von unten nach oben („bottom up“) und von oben nach unten („top down“) gerichtete Prozesse ergänzen, da für unterschiedliche Problemlagen und Herausforderungen unterschiedliche Ansätze adäquat sind.

Folgende Grundsätze sind dabei maßgebend:

  1.    IKZM stellt ein Leitbild für politisches und gesellschaftliches Handeln auf allen Ebenen im Küstenbereich dar und zielt darauf, die Steuerung der Entwicklung des Küstenbereichs in umfassender Betrachtungsweise zu verwirklichen.
  2. IKZM bezieht alle relevanten Politikbereiche, wirtschaftlichen Akteure, gesellschaftlichen Gruppen und Verwaltungsebenen in den Prozess ein.
  3. IKZM soll dazu beitragen, eine nachhaltige Entwicklung des Küstenbereichs in den durch die natürliche Dynamik und Belastbarkeit gesetzten Grenzen zu ermöglichen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu unterstützen.
  4. IKZM versteht sich als kontinuierlicher Prozess, der die Phasen der Planung, Umsetzung und Evaluation von Veränderungen im Küstenbereich verbindet, um so Erfahrungen bestmöglich für die Zukunft nutzbar zu machen.

Dokumente zum Download: