IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

6 IKZM auf Bundesebene

6.2 Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wissenschaftliche Projekte, die der Etablierung und der Weiterentwicklung des IKZM an den deutschen Küsten von Nord- und Ostsee dienen.

Es mehren sich die Anzeichen, dass der globale Wandel den Zustand der Küstenzonen, einschließlich der Möglichkeiten zur Ressourcennutzung, beeinflussen wird.

Vor diesem Hintergrund sind zwei vom BMBF geförderte Verbundforschungsvorhaben hervorzuheben:

Sonnenuntergang am Meer; Foto: © Bioconsult Schuchardt & Scholle GbRDas Ziel von RADOST (Regionale Anpassungsstrategien an der deutschen Ostseeküste) besteht darin, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküstenregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Wandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist die dauerhafte Stärkung von Akteursnetzwerken und Kommunikationsstrukturen.

Der beschleunigte Meeresspiegelanstieg, zunehmende Häufigkeiten von Sturmfluten und größere winterliche Regenmengen stellen eine Gefahr für die bestehenden Küstenschutzmaßnahmen in Nord- und Ostsee dar. Das Verbundforschungsvorhaben COMTESS (Sustainable Coastal Land Management-Trade Offs in Ecosystem Services) wird anhand von Szenarien die Auswirkungen bewährter und innovativer Maßnahmen zum Küstenschutz auf Ökosystemdienstleistungen und Ökosystemfunktionen unter dem Einfluss des Klimawandels untersuchen. Dazu werden ökologische, ökonomische und sozialwissenschaftliche Analysen in Küstenräumen Nordwest-Europas durchgeführt und die Szenarien soziologisch und ökonomisch bewertet.

Im Herbst 2011 veröffentlichte das BMBF im Rahmen des Programmes „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) eine Ausschreibung zur Küstenforschung in Nord- und Ostsee.

Übergeordnetes Ziel der kommenden Förderung wird es sein, die wissenschaftlichen Grundlagen für die zukunftsfähige Nutzung der natürlichen Ressourcen in den Küstenregionen dieser Meeresgebiete zu erweitern und zu festigen. Im Zusammenhang damit gilt es, die Umsetzung nationaler und europäischer Meerespolitiken in den deutschen Küstenmeeren zu unterstützen. So wird unter anderem der Erkenntnis Rechnung getragen, dass der Meeresschutz ein vorrangiges gesellschaftliches Interesse darstellt, das nur mit aktiver Unterstützung der Wissenschaft und mit Forschungsförderung erreicht werden kann.

Es ist vorgesehen, dass im Frühjahr 2013 in diesem Rahmen die ersten Forschungsverbünde ihre Arbeit aufnehmen können.